Zeit durch den Bergbau geprägt. In den achtziger Jahren schloss jedoch auch hier die letzte Zeche und nur vereinzelte Bergbaudenkmäler erinnern heute noch an die lange Tradition der Zechen. Dies ist für Gutachten und Wertermittlungen für Sachverständigenbüros ebenfalls zu berücksichtigen.

Wenn man sich die Geschichte der Stadt näher betrachtet, so erfährt der interessierte Besucher, dass hier schon zuzeiten der Römer ein Posten angelegt wurde, der später, weil sich verkehrstechnisch günstig hier zwei Römerstraßen kreuzten, auch von Händlern frequentiert wurde.

Die strategisch günstige Römerstraße nutzte später während der Sachsenkriege auch Karl der Große, um Depots und Stützpunkte anzulegen.

Urkundlich erstmals erwähnt wurde der Ort „Castrop“ Anfang des 9. Jahrhunderts, doch zur Stadt avancierte der Flecken erst Anfang des 20. Jahrhunderts und zu Castrop-Rauxel wurde der Ort dann 1926.

Die Einwohnerzahlen wuchsen bis zur industriellen Revolution nur langsam, danach jedoch, wie vieler orten, ziemlich sprunghaft. Zuvor sorgten der Dreißigjährige Krieg, die Pest, Hungersnöte etc. für die Dezimierung der Einwohner.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Castrop-Rauxel wie viele andere Städte auch durch Luftangriffe betroffen. Nicht nur die Zechen und andere Anlagen wurden dabei beschädigt sondern natürlich auch zivile Häuser. Die Stadt leistete noch im April 1945 heftigen Widerstand gegen die Alliierten, was diese wohl eher nicht mehr erwartet hatten.

Für Kulturinteressierte gibt es in Castrop-Rauxel neben einem Theater und einem Kino und auch viele Bauten, die an die ehemalige Bergbaugeschichte der Stadt erinnern. Dazu gehört unter anderem der Hammerkopfturm Erin. Ebenso sind zum Beispiel verschiedene Kirchenbauten sowie Schloss Bladenhorst bauliche Highlights der Stadt. Dies ist für die Immobilienbewertung durch Sachverständige von Belang.

Das einstige modernste Steinkohlekraftwerk, das 1956 in Betrieb genommen wurde, stellte den Betrieb im Jahr 2001 ein.

Castrop-Rauxel ist verkehrstechnisch gut aufgestellt. Straßennetz mit Autobahnen, Bus- und Schienenverkehr sind sehr gut ausgebaut. Erwähnenswert ist hier natürlich noch der Schifffahrtsweg. Der Rhein-Herne-Kanal verbindet die Stadt mit dem Wasserstraßennetz Deutschlands, was nicht nur der Wirtschaft zu Gute kommt. Neben Massengüter, die hier transportiert werden, finden Freizeitkapitäne hier auch einen Yachthafen vor.

Wer in Castrop-Rauxel leben möchte, findet hier aber auch für seinen eventuellen Nachwuchs ein gutes Angebot an Schulen vor, dazu gehören beispielsweise zwei Gymnasien. Natürlich ist hier ebenfalls eine Volkshochschule zu finden, wo die unterschiedlichsten Bildungsangebote im Erwachsenenbereich wahrgenommen werden können.

Übrigens gibt es auch über das Jahr zahlreiche tolle Veranstaltungen, zu denen es auch überregionale Besucher und Besucherinnen zieht. Dazu gehört ganz sicher auch der „Day of Song“, ein Fest der Sänger und Chöre im ganzen Ruhrgebiet, was Anfang Juni stattfindet.